schneeflocken

weiß und rein muss es sein
das kleid des herrn winter

spinnt er?
er hat seine macht nicht genommen
und begonnen faul zu sein

einfach dem herbst alles überlassen
geht gar nicht herr winter!
du hast deine pflicht zu erfüllen
und nicht verschlafen!

die gassen sind trocken und grau
doch ich war schlau
und habe mich beschwert
ehrt mich, dass mein wunsch erfüllt wurde

kunde gute
mute zu
zu sagen dir
dir allein gebührt die ehre
ehrenvoll dich zu grüßen
grüß gott!
gott sein dank!

danke für die schönen flocken!

herbstwinde

herbstwind bläst die blätter runter
macht die grauen strassen bunter
bläst die dunklen wolken fort
an einen anderen ort
da wo sie keinem schaden kõnnen

können, kennen, umbenennen
unbenannt, unerkannt
verbannt
erkannt doch noch?

verschobene wolken bringen keine lösung
sie regnen so lange bis sie ausgeweint haben
aber nur bei dir in deinem herzen
wenn du erkannt hast was es zu beweinen gibt

herbstzeit

es ist soweit
die blätter fallen
kastanien knallen
auf den boden
sie schlagen auf und öffnen sich
ganz wunderlich
erscheint
glänzend braun
ein kern
gut geschützt
unbenützt

und doch trägt er in sich das ganze leben

novemberwetter

kalt und grau
nebelschwaden
ziehen düster durch das land
gebannt ist die Seele
quäle dich nicht
denn die wahrnehmung der welt
spiegelt sich im wetter wieder
und verdüstert die sonne
nur freude und wonne
lassen die nebel lichten
ungute gedanken verdichten
sich zu häßlichen wolken

da kommt ein strahl
eines guten menschen
er ist das licht
der alles durchbricht
scheint hell hinein
in unser sein

vielleicht findest du ihn unter den vielen flüchtlingen